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WERKMEISTER/INDUSTRIEMEISTER DER PAPIERTECHNIK
 

Einer der Schwerpunkte im Ausbildungszentrum ist die Meisterausbildung.
Der Meister trägt mit seiner Mannschaft nicht nur die Verantwortung für die ordnungsgemäße Fahrweise der hochkomplexen und äußerst kapitalintensiven Anlagen zur Papier-, Karton- und Zellstofferzeugung sondern er ist auch die wichtigste Führungskraft im laufenden Produktionsbetrieb.
Dies erfordert die entsprechenden Qualifikationen nicht nur in der Papier- und Zellstofftechnik sondern auch Kompetenzen in berufs- und arbeitspädagogischer Hinsicht und vor allem in der Führung der Mitarbeiter.


STAATLICH ANERKANNTE AUSBILDUNG NACH LEHRPLAN
Für die Ausbildung zum Werkmeister/Industriemeister der Papiertechnik besitzt das Ausbildungszentrumals Werkmeisterschule für Berufstätige in der Papierindustrie das Öffentlichkeitsrechtals „berufsbildende mittlere Schule“.
Die Ausbildung zum staatlich anerkannten Werkmeister erfolgt nach einem gesetzlich festgelegten Lehrplan und dauert 32 Wochen (plus eine Prüfungswoche).
  MODULARE AUSBILDUNG SICHERT HOHE FLEXIBILITÄT
Organisiert ist die Ausbildung nach einem modularen Kurssystem mit hoher Flexibilität.

Der wesentliche Vorteil liegt darin, dass jeder Teilnehmer die Ausbildung individuell auf seine Bedürfnisse, seine Arbeitsschwerpunkte und die Gegebenheiten in seinem Betrieb abstimmen kann – sowohl inhaltlich als auch zeitlich. Dies ist besonders wichtig im Hinblick auf die Abwesenheit vom Betrieb und die Abstimmung mit dem privaten Umfeld.


Das Grundmodul ist ein Einsteigermodul für alle Teilnehmer zur Vorbereitung auf die Lernsituation und zur Erarbeitung der erforderlichen naturwissenschaftlichen Grundlagen.
Die papiertechnische Module decken den gesamtenProzess der Papierproduktion vom Holz und den Rohstoffen bis zum verkaufsfähigen Papier ab.
Die Meistermodulebieten den fachübergreifenden, berufs- und arbeitspädagogischen Teil zur Erlangung der von einem Meister geforderten Fertigkeiten als Führungskraft.
   

DAS MEISTERPROGRAMM
 
   
MODULARE STRUKTUR
Neue Struktur mit Fernlehre: Bekanntlich wurde mit dem Start zur Meisterausbildung 2011 Fernlehre teilweise auch bei den Meistern eingeführt, um die Abwesenheit von den Betrieben zu reduzieren und den Selbstlernanteil zu erhöhen.
Durch die Fernlehre verkürzt sich die Abwesenheit eines Meisteranwärters vom Betrieb um insgesamt – je nach Modulwahl - 4 bis 4,5 Wochen. Wichtig: Inhaltlich gibt es keine Änderungen, der gesetzliche Rahmenlehrplan wird so wie bisher erfüllt.

Die Grundstruktur sieht wie folgt aus:
Pflichtmodule: diese sind jedenfalls zu absolvieren
■  Grundmodul (3 Wochen)
■  Fachmodule Papiermaschine 1 (4 Wochen) und
    Papiermaschine 2 (3,5 Wochen)
■  Fachmodul Stoffaufbereitung 1 (4 Wochen)
■  e-Modul (Fernlehrmodul)
■  Meistermodul 1 (2 Wochen)
■  Meistermodul 2 (2 Wochen)

Wahl-Pflichtmodule: aus diesen sind verpflichtend 3 geeignete Module, die eine optimale Ausbildung für den Arbeitsbereich des Kandidaten gewährleisten, zu wählen:
■  Fachmodule Zellstoff 1 und 2 (je 3 Wochen)
■  Fachmodule Ausrüstung 1 und 2 (je 3 Wochen)
■  Fachmodul Stoffaufbereitung 2 (3,5 Wochen)
■  Fachmodul Altpapieraufbereitung 2 (3 Wochen)


MEISTERPRÜFUNG
Die Eingangsvoraussetzung zur Zulassung zur staatlichen Meisterprüfung, welche im ABZ abgehalten wird,ist zunächst eine abgelegte Facharbeiterprüfung für Papiertechniker und eine mindestens 2-jährige facheinschlägige Praxis oder stattdessen eine mindestens 8-jährige facheinschlägige Praxis.
  Dazu kommen aus der Meisterausbildung natürlich der positive Abschluss aller Module und die Einreichung der Projektstudienarbeit (Meisterarbeit).

Die Meisterprüfung besteht aus einer schriftlichen Klausurprüfung (drei ausgewählte, der Meisterarbeit nahestehende Fächer sowie Arbeitssicherheit) und aus der Projektstudienarbeit (Meisterarbeit).

Kernstück der Meisterprüfung ist die Meisterarbeit, die während des zweiten Abschnittes der Ausbildung zu verfassen ist. Das Thema wird in Abstimmung mit dem Kandidaten festgelegt und soll möglichst aus seinem unmittelbaren Arbeitsbereich stammen.

EUROPAWEITE ANERKENNUNG
Gemäß 2. Diplomanerkennungsrichtlinie der EU sind alle staatlichen österreichischen Werkmeisterausbildungen - und damit auch die Ausbildung zum Werkmeister Papiertechnik - europaweit anerkannt. Das staatsgültige Abschlusszeugnis ist auch anerkannt als EU-Diplom für „Master Craftsman“ und „Technician“.

Zusätzlich wurde die Anerkennung und Gleichstellung der Meister aus Steyrermühl in Deutschland auf dem Verordnungsweg festgeschrieben.Auch in der Schweiz besteht die Anerkennung des staatsgültigen Abschlusszeugnisses bereits seit 1998.


*Deutsches Bundesgesetzblatt Jahrgang 2007 Teil I Nr. 58 vom 28. November 2007. Damit werden auch die Berechtigungen gemäß Berufsausbildungsgesetz (BGBl. Nr. 142/1969 i.d. geltenden Fassung sowie den dazu erlassenen Verordnungen) anerkannt, d.h. die Ausbildner-berechtigung kann mit dem Meisterzeugnis bei der deutschen Industrie- und Handelskammer jederzeit ohne weitere Qualifikation beantragt werden.

Das eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement, Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT,gemäß Artikel 51 ff. und Artikel 56 Absatz 4 des Bundesgesetzes über die Berufsbildung (BBG).

 

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